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Korsika 1998

Sommer - Ferien! Und das erst noch auf einer .... na ja, eben unglaublichen Insel. "Das wilde Korsika!" pflegt Leimi immer zu sagen, und da hat er sicher nicht unrecht - aber seht selbst, was wir auf unserer Reise erlebt haben:

Am 4. Juli war es soweit! Fünf der insgesamt sechsköpfigen Crew machte sich bereit für neue Abenteuer. Bei schönem Wetter, und das ist dieses Jahr keine Seltenheit (Horray!), fuhren wir ab Sihlbrugg gemeinsam nach Livorno.

Dieses Jahr schafften wir es sogar ohne Pannen!? (so schien es auf jeden Fall am Anfang - Guido hatte da weniger Glück) In Livorno bemerkte Gnäggi, dass er kein einziges T-Shirt eingepackt hatte und so ging er noch kurz "shoppen", während die andern hungrig dem Abendessen entgegen fieberten. Kleine Anmerkung: Seine T-Shirts fanden sehr wohl ihren weg auf der ZZ-R bis Livorno. Dort aber "verschwanden" sie auf geheimnisvolle Weise im Schrank.....

Am Nächsten Morgen ging es dann auf die Fähre. Auf der vierstündigen Überfahrt genossen wir die Seeluft und die ersten intensiven Sonnenstrahlen: Es war heiss...

... und die Stimmung war Top.

Nach einer kleinen Stärkung in Bastia, kamen wir unserem Ziel an der Westküste schon bald näher. Porticcio! Hier ergatterten wir einen tollen Platz auf einem prima Camping. Woody stellte seinen Zweier-Spatz auf und Leimi kämpfte mit dem seinen.

Schon am ersten Tag zeigte sich, dass wir die richtige Jahreszeit für unsere Ferien gewählt hatten: Die Saison hatte soeben begonnen, alle Restaurants waren geöffnet und alle hatten unsere Ankunft erwartet und und und.... ja es war: Suummer!

In den ersten Tagen genossen wir zuerst einmal Sonne, Sand, Meer und was man sonst noch so alles am Strand finden kann. Zum Glück hatte Gnäggi alles dabei! Jonglierbälle, DiscMan? inkl. Lautsprecher, Taucherflossen... das beinah unerschöpfliche Fassungsvermögen seines Tankrucksackes machte es möglich.

Aber schon bald konnten wir den Reizen dieser Insel nicht mehr widerstehen und wir schwangen uns auf die Bikes.

Staubige Offroadtrips und heisse Strassenfights hielten uns und unsere Maschinen auf Trab. Während Roger und ich mehr nach unbefestigten Pisten ausschau hielten, hoffte Leimi auf den besonderen Grip, dem es ihm ermöglichen sollte, das gelbe Licht im Rückspiegel abzuhängen. Das gelang im sogar! Nur ein Rotlicht konnte ihn schliesslich stoppen. Doch schon nach kurzer Fahrt konnte er einen enormen Vorsprung herausfahren: 3 Minuten! Die Zeit stoppte er wohl durch Zählen seines Pulsschlages unter dem Helm:

Anzahl_Schläge/Puls_pro_Minute=Verstrichene_Zeit

Anscheinend hat er aber für Puls_pro_Minute 30 eingesetzt. Nach der Race auf seiner VFR war sein Puls aber offensichtlich auf 235. Das erklärt die Differenz von 2 Minuten und 37 Sekunden zwischen seiner Zeitangabe und dem was Woody behauptet hat. Die zwei stritten noch die nächsten Tage, wie gross Leimis Vorspung nun wirklich gewesen sein mag. Auf jeden Fall hat er es doch noch geschafft, dem gelben Licht zu entkommen und seine Ehre zu retten.

Gnäggi hatte in der Zwischenzeit mit ganz anderen Problemen auf der Strasse zu kämpfen:

Aber wir hatten natürlich auch noch unsere anderen Highligts. Ob es nun Orange oder Schwarz war: Am Strand war immer was los und als wieder einmal richtig kräftig Wind aufkam mieteten wir uns einen Kat ("Il y a trop du vent aujourd'hui!" "Qui, qui"...). Echte Biker haben schliesslich jede Situation im Griff.


Das Zischt, das Zischt! Das Fräst, das Fräst! Das Flutscht, das Flutscht!

So hatte jeder seinen Spass. Sogar Guido fand sein Glück, obwohl er den Verlust seiner Dominator zu beklagen hat. Er folgte uns einige Tage später nach Korsika. Auf der Anreise passierte dann das Unglück in Bastia. Guido's Dominator wurde gestohlen!!! Nach dem schmerzlichen Verlust wurden aber auch seine Träume wahr...

 

Die einen kamen etwas später und die anderen mussten etwas früher wieder Heimwerts. Leider konnten Gnäggi, Leimi und Woody nur eine Woche im Paradies bleiben. Und so fuhren sie am Sonntag in der Früh schon wieder nach Bastia, wo sie die Fähre nach Genua nahmen. Wie - alle drei? Nein. Leimi blieb noch einen Tag länger. Einer seiner Gummis hatte ein Loch - so geschah das Unglück, und Leimi musste noch einen Tag bleiben um alles zu klären. Seiner liebsten VFR gefiel es einfach zu gut auf Korsika. Sie wollte noch nicht abreisen.

Das wollte ja auch niemand von uns.

Noch ein Hinweis zu den Fährverbindungen nach Korsika. Es gibt bei einigen Fährgesellschaften "Turbofähren", welche die Fahrt Bastia-Genua in nur 3 Stunden schaffen (Basia-Livorn in 2h). Auf diesen Schiffen ist aber eventuell eine Reservation auch für Motorräder anzuraten. Und dann gibt es ja noch die bei allen so beliebten Nachtfähren..

Glück hatten da diejenigen, die noch eine Woche länger bleiben konnten, wenn auch das Joe Bar Team nur noch zu dritt war - schade.


Ja, ja - manchmal kennt selbst
Leimi die Antwort nicht!

Das hinderte uns aber nicht daran, nochmals so richtig gas zu geben. Schliesslich hat Frankreich die Fussball WM gewonnen (on a gagner !), den 14. Juillet hatten wir ja auch noch zu feiern und unsere Stollen auf den Michelins waren auch noch nicht ganz abgefräst. Auch der Sandstrand von Porticcio hatte uns immer noch viel zu bieten. Selbst in der Nacht wurde er - mit einem Glas Single Malt in der Hand - zum schönsten Fleck auf Erden.

Es gäbe natürlich noch viele Geschichten zu erzählen... am schönstes ist es aber, selber dort gewesen zu sein und die Abenteuer des Joe Bar Team's miterlebt zu haben.

  
Andreas, Pascal, Guido, Reto, Roger, Beat

Danke euch allen! - Es war auch dieses Jahr wieder SUPER!
Pascal