Haute Savoie 2001
Über Ostern 2001 verbrachten wir zu viert einige Tage im nördlichen Savoie. Im Dreieck zwischen Genfer See, Annecy und Chamonix sind die Berge der Westalpen noch nicht gar so hoch und um diese Jahreszeit sind ja noch einige Passtrassen geschlossen.
Unser Team war mit dem Chevi Blazer mit Mark (Fahrer) und Angi (Navigation und Funk) und dem Grand Cherokee mit Pascal (Fahrer) und Sereina (Navigation und Funk) unterwegs. Wir starteten am Karfreitag zur Mittagszeit und der Osterreiseverkehr hielt sich in Grenzen. Auf unserer Route auf der N1/N12 via Bern/Fribourg nach Monthey, gerieten wir nur in einen kurzen Stau bei Kriegstetten.
Bei Monthey ging's dann Richtung Frankreich via Pas de Morgins, und schon auf dem Col du Corbier verliessen wir zum ersten mal die Strassen. Auf dem Col de la Colombière mussten wir aber feststellen, dass wir ein paar Wochen zu früh unterwegs und noch die meisten Pässe geschlossen sind. Wegen zu hoher Lawinengefahr waren noch die meisten Strassen über 1700 geschlossen.
Wir suchten uns deshalb einen schönen Weg durch's Tal.

Die Strasse über den Col des Annes wird normalerweise nur von Fussgängern benützt. Uns machte der schmale Pfad durch den Wald aber mächtig spass - dem Förster, dem wir begegneten, aber weniger. Dieser erzählte uns was von "non fondé" oder was in der Art und warnte uns vor den Bussen, welche die Polizei gerne an Touristen wie uns ausstellt.

Am Abend übernachteten wir in einem kleinen Hotel in der Gorge des Eveaux. Das Hotel war zwar sehr "einfach" eingerichtet, aber das Abendessen hat uns allen prima geschmeckt (ob es uns auch gut bekommen ist, sei eine andere Frage). Generell stellte sich die suche nach einem Hotel trotz Osterferien als einfach heraus, und wir fanden immer ohne Probleme ein freies Zimmer.
Nachdem wir bereits am Freitag ans Limit unserer Schoggipanzer gefahren waren, wurde es am Samstag richtig schwierig, den Vortag noch einmal zu toppen. Mhm - die Seile und Gurten hatten wir noch nicht gebraucht...
Und so kam es denn auch. Zuerst konnte Mark mich aus einem besonders schlammig, schlüpfrigen Fleck ziehen.


Am Nachmittag versperrte uns dann auch noch ein kleiner Kiesel den Weg auf der Strasse.

Klar, dass wir nicht einfach aufgaben. Der Stein sollte also aus dem Weg geräumt werden. Zuerst versuchte ich es mit dem Jeep...

...dann half mir Mark noch mit dem Blazer.

Es half aber nichts. Das Ding war einfach zu schwer und der Gripp zu schlecht. Der Stein liess sich nur ein klein Wenig zur Seite ziehen, und so suchten wir uns eben einen anderen Weg.
Am Abend übernachteten wir dann in Beaufort. Wir waren bereits ziemlich südlich und die Berge waren schon ordentlich hoch - sprich alle Wege abseits der Hauptstrassen noch schneebedeckt.
Am Sonntag hatte uns dann das schöne Wetter verlassen und es fiel Schnee. Zeit also, um wieder nach Hause zu fahren.
Die drei Tage hatten uns mächtig Spass gemacht, und wir konnten so richtig dem Alltag entfliehen - Cool Eye!
Pascal